Themensuche Dialogue-Abende – Ihre Meinung ist gefragt!

Nach dem erfolgreichen ersten Dialogue-Abend mit Ada Marra geht es spannend weiter. Pascal Gemperli ist unser Gast am 2. Juli zum Thema “Religiosität vs. Laizität: Wie viel Religion darf sichtbar sein?” und am 27. August wird jemand von der Stiftung Berner Gesundheit mitdiskutieren.

Um welches Thema es dabei genau gehen soll sowie welche Themen an den Dialogue-Abenden im Oktober und Dezember diskutiert werden, können Sie mitbestimmen! Füllen Sie dazu bis am 11. Juni 2019 die Umfrage unter folgendem Link aus: https://de.surveymonkey.com/r/BFZJ3WK

Dialogue wird unterstützt durch den Bereich OeME-Migration der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn.

Zusammenfassung Dialogue-Abend mit Ada Marra

Am 9. Mai fand der erste von fünf Dialogue-Abenden im Jahr 2019 statt, lesen Sie hier unsere kurze Zusammenfassung:

Dialogue-Abend vom 9. Mai «Fremd in der Schweiz? Was bedeutet das? Wer ist fremd?» mit Ada Marra

Der Verein MULTIMONDO organisiert die Veranstaltungsreihe Dialogue, welche an mehreren Abenden Menschen mit unterschiedlichen Biografien dazu einlädt sozio-politische Themen zu diskutieren und sich auszutauschen. Der erste Dialogue-Abend des Jahres fand am 9. Mai 2019 statt und wurde von Nationalrätin Ada Marra mit einer Lesung aus ihrem Buch «Ab wann ist man von hier?» eröffnet.

Die im Buch präsentierten Thesen bildeten die Grundlage, um zu diskutieren, was es heisst fremd in der Schweiz zu sein und um uns über unsere eigenen Erfahrungen auszutauschen. Viele erzählten von ihren persönlichen Migrationsgeschichten – von verschiedenen Ländern in die Schweiz, aber auch aus der Schweiz in andere Länder – und damit verbundenen Erfahrungen und Empfindungen. Zentral dabei waren Fragen rund um die Aufnahme im jeweiligen Land – auf politischer sowie gesellschaftlicher Ebene -, aber auch wie die Migration das Zugehörigkeitsgefühl verändert – im Wohn- sowie im Herkunftsland – und wie es ist sich zu mehreren Orten verbunden zu fühlen.

Dieser sehr bereichernde Dialogue-Abend ermöglichte es den Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen und ihre Sicht auf das Thema zu teilen und zeigte, wie emotional die Thematik für viele Menschen ist. Teilgenommen haben ca. 30 Personen mit unterschiedlichen Biografien und Erfahrungen in Bezug auf Migration.

Dialogue wird unterstützt durch den Bereich OeME-Migration der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn.

Frauenstreik am 14. Juni 2019

Am 14. Juni 1991 hat sich eine halbe Million Frauen mobilisert. Sie haben gestreikt, und nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch zu Hause, sie haben ihre Haushaltsarbeiten niedergelegt, sie haben keine Kleider gewaschen, nicht gekocht, ihre Besen aus dem Fenster gehängt und die Kinder nicht versorgt.

Was hat sich danach geändert, nach diesem Frauenstreik von 1991?

Das Gleichstellungsgesetz wurde erstellt, ein Mutterschaftsurlaub, Erziehungsgutschriften in der AHV, Massnahmen gegen häusliche Gewalt und noch mehr!

Aber die Ungleichheiten der Löhne, Diskrimination und Steretypen, Sexismus und Gewalt gegen Frauen, all dies existiert weiterhin und alle Frauen sind dem auf die eine oder andere Art ausgesetzt im Alltag, am Arbeitsplatz, zu Hause oder draussen.

“Aufgrund der Ungleichheiten sind wir stärker von Prekarität, Arbeitslosigkeit und Armut betroffen. In prekären und schlecht bezahlten Bereichen sind wir in der Mehrheit, aber bei verantwortungsvollen Stellen in der Minderheit. Sogenannte Frauenberufe werden abgewertet, weil die geforderten Kompetenzen nicht anerkannt werden. Wir wollen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, sowie die Einführung von Lohnkontrollen und Sanktionen im Gleichstellungsgesetz.” (Manifest für den Frauenstreik vom 14. Juni 2019, https://frauenstreik2019.ch/wp-content/uploads/2019/01/manifest-streikkollektiv_d.pdf)

Wir rufen zur Solidarität aller Frauen auf! Wir wollen mehr Respekt für jegliche Arbeit, die wir leisten!

MULTIMONDO ruft auch die Migrationsvereine und -organisationen zum Streik auf, denn Frauen aus der Migration sind den Ungleichheiten stärker ausgesetzt, weil Diskriminierungen mehrfach sein können, auf Basis von Herkunft, der sozialen Zugehörigkeit, der Genderidentität. Obwohl die Migration auch an den positiven Veränderungen hin zur Gleichstellung der Geschlechter in der Schweiz beteiligt war, werden Frauen mit Migrationserfahrung heute mehrfach diskriminiert. Deshalb findet Ihr untenstehend einen Brief in drei Sprachen, in welchem wir die verschiedenen Migrationsorganisationen in Biel zum Streik am 14. Juni 2019 aufrufen.

Brief, Aufruf zum Frauenstreik in Deutsch
Brief, Aufruf zum Frauenstreik in Französisch
Brief, Aufruf zum Frauenstreik in Spanisch

Auch Männer können sich solidarisieren und mithelfen! Hier ein Artikel mit Vorschlägen: https://sozialismus.ch/artikel/2019/frauenstreik-ich-bin-ein-mann-was-kann-ich-tun/

 

Quelle: www.frauenstreik2019.ch

Wir suchen freiwillige Mentoren und Mentorinnen

Möchten Sie Wissen weitergeben? Ihr Netzwerk anderen zur Verfügung stellen? Menschen mit Migrationserfahrung unterstützen eine Arbeitsstelle zu finden?

Wir suchen Freiwillige, die bereit sind, im Rahmen unseres Arbeitsintegration & Mentoring Programms “en suisse”, die Teilnehmenden bei der Stellensuche zu unterstützen. Sie begleiten die Teilnehmenden aktiv beim Bewerben, bei Vorstellungsgesprächen, als Ansprechpartner*in für potentielle Arbeitgebende usw.

Interessiert?

Einsatz: eine bis zwei Stunden pro Woche während sechs Monaten.

Bei Interesse oder Fragen kontaktieren Sie: ensuisse@multimondo.ch oder 077 440 93 02

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

Einschreibeabend Sprachkurse

Am Dienstag, 11. Juni 2019, 18:30-20:00, Neumarkstrasse 64

Sprachkurse ab August 2019 (Stufen A1-Anfänger –
B1-Anfänger)

Nach diesem Datum können Sie weiterhin einen Termin für die Einschreibung und den obligatorischen Einstufungstest vereinbaren: 032 322 50 20, info@multimondo.ch

mehr Informationen

Petition: Schutz vor Diskriminierung

Petition für mehr Schutz vor Diskriminierung

Die Informationsstelle für Ausländerinnen- und Ausländerfragen (Isa), die Kirchliche Kontaktstelle für Flüchtlingsfragen (KKF), NCBI und 10 weitere Organisationen haben eine Petition lanciert für mehr Schutz vor Diskriminierung im Kanton Bern. Das Kantonale Integrationsprogramm (KIP 2) sieht nur noch 0.2% der Mittel für den Schutz vor Diskriminierung vor, es fehlen daher die finanziellen Mittel um eine professionelle Arbeit im Bereich Diskriminierungsschutz zu leisten. Diskriminierung ist gemäss kürzlich vorgelegter Studien ein alltägliches Phänomen, welches sich unter anderem integrationshemmend auswirkt. Mehr dazu auf: www.isabern.ch/aktuelles-veranstaltungen/mehr-schutz-vor-diskriminierung 

Unterschreiben auch Sie die Petition für mehr Diskriminierungsschutz im Kanton Bern!

Petition online unterschreiben: https://www.change.org/p/regierungsrat-des-kantons-bern-mehr-schutz-vor-diskriminierung-im-kanton-bern

Unterschriftenbogen zum Ausdrucken

«en suisse» : MULTIMONDO lanciert neues Projekt

Ab August 2019 lanciert MULTIMONDO das Projekt «en suisse». Mithilfe von Mentor/innen werden Teilnehmende auf ihrem Weg in die wirtschaftliche Unabhängigkeit nachhaltig begleitet. Persönliche Beratung, Kompetenzerweiterung und Begleitung zur Verbesserung der Arbeitsmarktfähigkeit sowie der langfristigen Integration in den ersten Arbeitsmarkt, insbesondere für französischsprachige Personen mit Migrationserfahrung – das ist «en suisse».

MULTIMONDO bietet bereits seit 2015 das Projekt «Jobcoaching» an, hat nun aber ein ganzheitliches, bedarfsorientiertes Konzept erarbeitet.

«en suisse» besteht aus drei Modulen. Bevor die Teilnehmenden in die Module «vie en suisse», «travail en suisse» und «carrière en suisse» eingeteilt werden, klärt eine Fachperson deren Sprachniveau ab.

Mehr Informationen finden Sie unter unseren Angeboten und in der Pressemitteilung.

Wir suchen freiwillige Sprachpartner*innen

Wir suchen freiwillige Sprachpartner*innen mit Flair für das Vermitteln von Sprache an ein sehr diverses Publikum.
Sie arbeiten in kleinen Teams mit unseren Sprachkursleiterinnen und den Kursteilnehmenden, 1-2x/Woche für jeweils 2 Stunden. Sie möchten sich freiwillig engagieren und Menschen auf ihrem Weg in unsere Gesellschaft etwas begleiten? Dann melden Sie sich bei uns:
mariann.halasy-nagy@multimondo.ch
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme!

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