Armut verhindern – eine Informationskampagne zur Armutsprävention

Der Dachverband der sozialen Institutionen Biel und Region (DSI) und die Abteilung Soziales der Stadt Biel organisieren zusammen das Projekt «Mois de la précarité / Armut verhindern». Gemeinsam mit verschiedenen Institutionen und Organisationen werden im Oktober 2021 verschiedene kostenlose öffentliche Veranstaltungen durchgeführt mit dem Ziel über das Thema der Prekarität zu informieren und die breite Bevölkerung dafür zu sensibilisieren.

Auch Multimondo macht bei diesem Aktionsmonat mit und ist an zwei Tagen mit einem Infostand auf der Esplanade anzutreffen. Am  23. Oktober 2021 organisieren wir zudem einen Soli-Shop, ein gratis-Flohmarkt.

Mehr Informationen und das ganze Programm sind hier zugänglich.

Das Forum Together im September / Oktober

Für Kinder:

Im September können die Kinder an einem speziellen Dialogue-Abend teilnehmen und die Geschichte « Tichéri a les cheveux crépus » hören. Die Autorin des Buches, Licia Chery, wird auch eine kurze Diskussion auf Französisch speziell für Kinder führen. Für deutschsprachige Kinder gibt es ebenfalls eine Lesung aus und Diskussion zum Buch.

Am Samstag, dem 2. Oktober, findet das dritte Kinderkonzert des Jahres 2021 statt! Eure Kinder können neue Melodien aus der ganzen Welt hören und neue Rhythmen lernen!

Ausserdem werden wir in den nächsten drei Monaten das Projekt « Schenk mir eine Geschichte» der Stadtbibliothek Biel bei uns empfangen. Eure Kinder können Geschichten in sechs verschiedenen Sprachen hören und an Bastelaktivitäten teilnehmen!

Ansonsten könnt ihr jederzeit der Whatsapp-Gruppe «Forum Together KIDS» beitreten, um regelmässig Ideen für Aktivitäten für Kinder zu erhalten und über unsere Veranstaltungen für Kinder informiert zu werden. Kontaktiert uns unter 077 905 75 61, um der Gruppe hinzugefügt zu werden.

Für junge Menschen und Erwachsene:

Am 3. September und am 14. September finden zwei Dialogue-Abende zu den Themen «Kinderbücher – was für eine Gesellschaft zeigen sie?» und «Kinder für Kinder – Konfliktprävention und Ideenentwicklung an Schulen in Zusammenarbeit mit Kindern?» statt. Nach einem speziellen Programm für Kinder werden wir am Abend des 3. September mit Erwachsenen darüber diskutieren, wie wichtig es ist, unsere vielfältige Gesellschaft auch in Kinderbüchern darzustellen (auf Deutsch und Französisch mit Übersetzung und Kinderbetreuung!). Am Abend des 14. September wird die Gründerin und Vizepräsidentin des Vereins «Ideenbüro» mit uns darüber diskutieren, wie man Kinder in Prozesse der Lösungsfindung bei Konflikten oder anderen Problemen einbinden kann.

Das Brettspiel über Sprachen und Kulturen nimmt langsam Gestalt an! Bei jedem Workshop tragen die Teilnehmenden zur Entwicklung des Spiels bei, indem sie ihr Wissen über ihre Sprachen, Kulturen und Traditionen weitergeben und die Regeln des Spiels diskutieren. Interessierte können jederzeit einsteigen. Weitere Informationen findet ihr hier.

Der spanische und der russische Leseclub treffen sich weiterhin jeweils einmal im Monat online oder vor Ort, um über Bücher in ihrer jeweiligen Sprache zu diskutieren.

Für alle:

Der Soli-Schrank ist von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr im Multimondo geöffnet. Diverse kostenlose Artikel stehen euch dort zur Verfügung (Kleidung, Spielzeug, Geschirr und vieles mehr). Am 23. Oktober organisieren wir ausserdem wieder einen Soli-Shop! Nutzt diese Gelegenheit und schenkt vielen Gegenständen ein zweites Leben.

Die interkulturelle Bibliothek LibriMondo ist weiterhin zu den üblichen Zeiten geöffnet und ihr könnt auch Bücher über die Fern-Ausleihe ausleihen! Zudem bieten wir Gruppenbesuche (mit oder ohne Animation) in der Bibliothek oder in anderen Einrichtungen an. Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Fern-Ausleihe und anderen LibriMondo-Angeboten findet ihr hier.

Ihr findet alle unsere Angebote im Überblick im Quartalsprogramm, auf unserer Website oder auf Facebook.

Bis bald!

Wir suchen Freiwillige!

Wir suchen Freiwillige, die bereit sind, in unserer Kinderbetreuung mitzuwirken.

Beschreibung des Arbeitseinsatzes
Sie betreuen zu zweit eine kleine Gruppe von Kindern im Alter zwischen 2 und 6 Jahren. Je nach Wetter gehen Sie mit den Kindern nach draussen oder unterstützen sie beim Basteln und Spielen in unserem Betreuungsraum.

Anforderungen
Sie verbringen gerne einen Teil Ihrer freien Zeit mit Kindern und die Kommunikation mit ihnen macht Ihnen Spass? Sie gehen offen auf andere Menschen zu und bringen Wertschätzung, Toleranz und Geduld mit?
Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Deutsch- und/oder Französischkenntnisse min. Niveau B1

Zeitaufwand
pro Einsatz ca. 2,5 h
1- bis 3-mal wöchentlich.

Kontaktperson
Jana Lehmann, jana.lehmann@multimondo.ch
032 322 50 20

fide-Test auf Französisch in Biel am 11. September 2021

Multimondo hat sich mit dem CIP Tramelan zusammengetan, um den fide-Sprachtest in seinen Räumlichkeiten zu organisieren. Das CIP ist fide akkreditiert und somit zuständig für die Organisation und die Durchführung des Tests.
Die fide-Sprachprüfung bescheinigt mündliche und schriftliche Sprachkenntnisse. Sie wurde im Auftrag des Staatssekretariats für Migration (SEM) speziell für den Alltag in der Schweiz konzipiert.

Er besteht aus einem Teil „Sprechen und Verstehen“ und einem Teil „Lesen und Schreiben“. Sie können sich für beide Teile oder nur für einen Teil anmelden.
Nach Ablegen der fide-Sprachprüfung erhalten Sie einen Sprachenpass. In diesem Dokument ist das erreichte Niveau (A1, A2 oder B1) getrennt für schriftliche und mündliche Fähigkeiten angegeben. Der fide-Sprachenpass ist in der gesamten Schweiz und damit auch für die Verlängerung von Aufenthaltsgenehmigungen anerkannt.

Die Anmeldung kann mit dem untenstehenden Formular erfolgen, das bis zum 24. August 2021 an das CIP zurückgeschickt werden muss, oder an der Multimondo-Rezeption während der Öffnungszeiten, ebenfalls bis zum 24. August 2021.

Beschreibung

Anmeldung

 

Eine Freiwillige bei Multimondo berichtet

Zemfira erzählt, warum sich sich als Freiwillige engagiert, was sie dazu motiviert, und was ihre Aufgaben sind.
Möchtest du dich auch als Freiwillige*r bei Multimondo engagieren? Dann ruf uns an: 033 322 50 20 oder schreib uns eine E-Mail: info@multimondo.ch. Wir freuen uns auf dich!
Das Video kannst du dir hier anschauen.

Eine Freiwillige bei Multimondo berichtet

Liana erzählt, warum sich sich als Freiwillige engagiert, was sie dazu motiviert, und was ihre Aufgaben sind.
Möchtest du dich auch als Freiwillige*r bei Multimondo engagieren? Dann ruf uns an: 033 322 50 20 oder schreib uns eine E-Mail: info@multimondo.ch. Wir freuen uns auf dich!
Das Video kannst du dir hier anschauen.

Computer, Smartphone, Tablet

Kurs Digitale Medien

AN WEN RICHTET SICH DER KURS ?

Dieser Kurs richtet sich an Personen, die ihre ersten Schritte in der digitalen Welt machen oder aber ihre bestehenden Kenntnisse erweitern möchten. Er wird auch in Abstimmung mit den Deutschkursen konzipiert, so dass die Teilnehmenden zum selbstständigen Lernen herangeführt werden. Der Kurs orientiert sich aber auch stark an den Bedürfnissen der Teilnehmenden. Laptops und Tablets stehen zur Verfügung, die Teilnehmenden sind aber auch eingeladen, ihre eigenen Geräte mitzubringen.

INHALTE

  • Ein Worddokument erstellen und korrekt abspeichern
  • Ihren Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben anpassen
  • Wissen, wie man ein Dokument ausdruckt
  • Ein Email-Konto einrichten
  • Informationen auf Internet suchen
  • Sicherheit im Internet

ZIEL

Ziel ist, dass die Teilnehmenden Sicherheit im Umgang mit digitalen Medien erwerben und dadurch ihre Selbstständigkeit in unserer komplexen Welt stärken.

DATEN, KOSTEN & VORAUSSETZUNGEN

Montag, 14:00 – 17:00, 2.8.2021 – 17.12.2021, CHF 270.-

ANMELDUNG
Telefonisch:  032 322 50 20 oder per Email: info@multimondo.ch
Persönlich: Montag: 10.00–13.00 / Dienstag & Donnerstag: 15.00-18.00

Flyer

Zusammenfassung 12. Dialogue-Abend

Am 1. Juni fand der zwölfte Dialogue-Abend statt, lesen Sie hier unsere kurze Zusammenfassung

Dialogue-Abend vom 1. Juni «Essbare Stadt: Integration durch ein Gartenprojekt» Mit Kathrin Winkelhausen, Gesundheitsberaterin und Ernährungscoach.

Der Verein MULTIMONDO organisiert seit 2018 die Veranstaltungsreihe Dialogue, welche an mehreren Abenden im Jahr Menschen mit unterschiedlichen Biografien dazu einlädt sozio-politische Themen zu diskutieren und sich auszutauschen. Bei diesem Dialogue-Abend stellte Kathrin Winkelhausen, Gesundheitsberaterin und Ernährungscoach, ein Beispiel aus Mett vor.

Mit der anfänglichen Vorstellungsrunde, bei der wir einen bestimmten Gegenstand (eine Batterie, einen Leuchtstift und ein Brillenetui) mit dem Thema des Abends in Verbindung bringen mussten, konnten wir uns gegenseitig etwas kennenlernen und sehen, wie die Umwelt und das Thema des Abends uns alle verbindet. Um den Wert dieser Verbindung zwischen Mensch und Umwelt zu unterstreichen, erzählte uns Kathrin Winkelhausen von zwei Projekten, die sie in Biel initiiert hat und die betonen, wie wichtig es für jede Person ist, sich um die Umwelt und das, was uns umgibt, zu kümmern.

Kathrin Winkelhausen lebt in Mett, wo sie vor zwei Jahren ein Gartenprojekt lanciert hat, und vor wenigen Wochen startete sie das neue Projekt «Essbares Biel». Doch was ist mit «essbarer Stadt» gemeint und was hat das mit Integration zu tun? Unser Gast erklärte uns, dass die Idee darin besteht, die Stadt nicht nur zu begrünen, sondern diese Begrünung mit essbaren Pflanzen zu gestalten – essbar für Mensch oder Tier. Solche Orte könnten beispielsweise Bereiche unter Bäumen, Teile von Pärken, Kreisel und weitere öffentliche Orte sein, die zurzeit allenfalls «nur» aus Rasen bestehen oder auf denen vor allem Blumen gepflanzt sind, die zwar schön aussehen, aber für Insekten beispielsweise nicht ideal sind. An diesen Orten könnten Wildkräuter, Salatblumen und je nachdem Gemüse gepflanzt werden.

Darüber hinaus könnten diese grünen Ecken als neutrale Räume dienen, als Treffpunkte, wo Leute zusammenkommen, mithelfen und sich austauschen können. Jede Person kann sich an so einem Ort irgendwie beteiligen; entweder aktiv mit Gartenarbeit oder durch den Austausch mit anderen. Sozialer Status, finanzielle Situation, Herkunft verlieren dabei an Bedeutung, da alle das Recht haben, sich um diesen Ort zu kümmern – und, wie Kathrin Winkelhausen sagt: Kochen und Gärtnern sind zwei Aktivitäten, über die sich Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten austauschen können, ohne eine bestimmte Bildung oder sonstige Leistungen vorbringen zu müssen.

Das Projekt «Essbares Biel» basiert auf diesen Prinzipien und auf zwei weiteren Ideen: zum einen auf der Praxis des «Upcyclings», also der Wiederverwertung von gebrauchten oder ungebrauchten Materialien oder Gegenständen, um sie in Materialien oder Gegenstände von höherer Qualität oder anderem Nutzen umzuwandeln; zum anderen, soll mit den Gärtner*innen der Stadt zusammengearbeitet werden, um zu schauen, was wo wie genutzt und gepflanzt werden kann.

Ein weiteres Beispiel von einem Projekt, welches Gärtnern und Integration verbindet, ist «Nouveaux Jardins» (Neue Gärten), das in einigen Westschweizer Kantonen vom HEKS (Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz) umgesetzt wird. Dabei wird ein Sprachtandem kombiniert mit Gärtnern: Eine Person mit Garten, die diesen teilen möchte oder vielleicht selbst nicht mehr bepflanzen kann, wird mit einer Person zusammengebracht, die keinen Garten hat, aber gerne gärtnern würde. Eine der beiden Personen sollte aus der Migration kommen und ihre Französischkenntnisse verbessern wollen. Die beiden Personen können sich so über das Gärtnern kennenlernen, austauschen und annähern, wobei auch Freundschaften entstehen können.

Im Moment, so Kathrin Winkelhausen, befinden wir uns in einer «Transition Town», also einer Stadt, die dabei ist, die Bewohner*innen einzubeziehen und das Ziel hat, die Widerstandsfähigkeit der Stadt angesichts der Herausforderung der Klimakrise zu verbessern. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, sich darauf zu konzentrieren, die Bevölkerung für die Umwelt und Umweltthemen wie beispielsweise Ernährung zu sensibilisieren. Am Dialogue-Abend waren sich alle einig, dass sich unsere Gesellschaft verändern und sich stärker um den Planeten und andere kümmern muss – angefangen bei den Ess- und Verhaltensgewohnheiten von jeder*m einzelnen.

Dialogue wird unterstützt durch die Stiftung fondia.

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